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Zahlenmengen
Jedes Kind lernt mehr oder weniger selbstständig
das Zählen: Der italienische Mathematiker Giuseppe Peano (1858 - 1932) hat die natürlichen Zahlen axiomatisch so beschrieben: (1) 0 ist eine natürliche Zahl. Wenn man mit null die "erste" natürliche Zahl bezeichnet, dann ist eins der Nachfolger von null, zwei ist wiederum der Nachfolger von eins, und so geht es tatsächlich "immer weiter"... Mit ℕ* wird die Menge aller natürlichen Zahlen bezeichnet, die von 0 verschieden sind: ℕ* = ℕ \ { 0 }. Auf der Grundlage der fünf Peano'schen Axiome lassen sich die Rechengesetze, die innerhalb der Menge der natürlichen Zahlen gelten, beweisen (→ Vollständige Induktion). Kurz nachdem unser Nachbarsjunge eingeschult wurde, hat er mir stolz berichtet: "Ich kann jetzt schon bis 20 rechnen!" Meine Frage: "Wieviel sind 7 plus 12?" Seine Antwort: "19." "Wieviel sind denn 12 plus 7?" Er dachte noch einmal nach und gab die Antwort: "19". "Fällt dir was auf?" Das Gespräch ging noch eine kleine Weile weiter und dann stellte ich ihm die Frage: "Wieviel sind 5 minus 7?" Er sah mich entrüstet an: "Die Aufgabe geht doch gar nicht!" "Du hast Recht", antwortete ich, "ich habe nicht aufgepaßt, ich habe dir eine falsche Aufgabe gegeben." Inzwischen hat er gelernt, dass es doch geht. Wenn die Außentemperatur,
die gestern noch 3°C betrug, inzwischen um 5 Grad gefallen ist, dann haben
wir heute nicht keine Temperatur, sondern messen −2°C.
Mit ℤ hat man nicht nur positive, sondern auch negative Zahlen und man kann nach Herzenslust addieren und subtrahieren, wenn man ein paar Rechenregeln beachtet: −(−a) = +a und −a + (−b) = −(a + b) und ein paar andere. Allerdings kann man weder innerhalb von ℕ noch innerhalb von ℤ uneingeschränkt dividieren! Die Aufgabe "Wieviel ist 7 geteilt durch 3?" zum Beispiel geht nicht auf, es bleibt ein Rest. Die Lösung dieses Problems führt auf die Menge der rationalen Zahlen ℚ, das ist die Menge aller Bruchzahlen und die Lösung der Aufgabe "7:3 = ?" wird plötzlich ganz einfach: das Ergebnis ist 7/3 (gesprochen: "Sieben Drittel"). Ein Bruch r = z/n besteht aus einem Zähler z ∈ ℤ und einem von 0 verschiedenen Nenner n ∈ ℤ* . Wenn man die ganzen Zahlen mit den Brüchen identifiziert, die den Nenner 1 haben, so gilt:
Man kommt mit der Bruchrechnung sehr weit. Wenn man bedenkt, dass man solche Zahlen wie 2,78 auch als Bruch schreiben kann, nämlich als 278/100, dann möchte man meinen, es gäbe außer den ganzen und den rationalen Zahlen weiter keine Zahlen auf der Welt. Behauptung: Die Lösung der Gleichung x2
= 2 ist keine rationale Zahl. k mit k2 = 2 ist also eine irrationale Zahl. k lässt sich - wie alle anderen "Quadratwurzeln" auch - näherungsweise berechnen, und zwar mit Hilfe des Heronverfahrens (benannt nach dem Mathematiker Heron, der im 1. Jahrhundert n.Chr. vermutlich in Alexandria lebte). Das Verfahren beruht auf einer einfachen Idee. Gegeben sei ein Quadrat und die Maßzahl des Flächeninhalts des Quadrates sei gleich a. Dann gilt für die Kantenlänge k dieses Quadrates
Sei die rationale Zahl k0 der erste Näherungswert für k, dann gibt es zwei Möglichkeiten: entweder ist k0 kleiner oder aber größer als k. Im letzten Fall gilt a < k02 und damit hat man (a/k02)·a < a. Im ersten Fall gilt a > k02 und damit hat man (a/k02)·a > a. Es folgt also (a/k0)2 < a < k02 oder k02 < a < (a/k0)2. Radizieren dieser Ungleichungen liefert a/k0 < k < k0 oder k0 < k < a/k0. In jedem Fall liegt k also zwischen a/k0 und k0.
Nun geht es darum, einen Näherungswert für k zu bekommen, der besser
ist als k0, das heißt, dessen Abstand zu k kleiner ist als der
Abstand zwischen k0 und k. Diese Forderung wird erfüllt von
der Zahl, die genau in der Mitte zwischen a/k0 und k0
liegt (arithmetisches Mittel). kn+1 = 0,5·(kn+ a/kn)
für n
Unter Benutzung dieser Iterationsgleichung kann im Folgenden die Quadratwurzel aus einer positiven Zahl a berechnet werden. Der Startwert k0 muss positiv sein und ist ansonsten frei wählbar. Sobald sich zwei aufeinander folgende Iterationswerte kn und kn+1 um nicht mehr als 0,000000001 unterscheiden, wird im folgenden mit JavaScript geschriebenen Programm die Iteration bei i = n abgebrochen (-> Quelltext).
Die Idee, wie man zweckmäßigerweise die Menge der reellen Zahlen (das ist die Menge aller rationalen Zahlen und aller irrationaler Zahlen) konstruieren kann, ist damit geboren: ℝ, die Menge der reellen Zahlen, besteht aus allen konvergenten rationalen Zahlenfolgen, repräsentiert durch ihre Grenzwerte. Wie diese Idee Schritt für Schritt mathematisch umgesetzt werden kann, lässt sich im Abschnitt "Die Menge der reellen Zahlen" nachlesen. Wenn die rationalen Zahlen mit den konstanten Folgen rationaler Zahlen identifiziert werden, so gilt Ist hiermit das Ende erreicht? Nein! Es gibt Gleichungen, die in ℝ formulierbar, aber nicht in ℝ lösbar sind, zum Beispiel: x2 = −1.
In der abzählbar unendlichen Menge
ℕ = { 0, 1, 2, 3, 4, ... } der natürlichen
Zahlen gibt es zwei "natürliche" Operationen: die Addition
"+" und die Multiplikation "·". k + n = n + k und das Assoziativgesetz: m + (n + k) = (m + n) + k Es gelten außerdem das Distributivgesetz k·(m + n) = k·m + k·n und die folgenden zwei wichtigen Gesetze:
Ferner gilt für alle n ∈ ℕ: n + 0 = n An alle diese Gesetze haben wir uns so sehr gewöhnt, dass es uns gar nicht in den Sinn kommt, die Gültigkeit dieser Gesetze anzuzweifeln. Nehmen wir als Beispiel das Kommutativgesetz: wenn wir sieben Erbsen in der linken Hand und neun Erbsen in der rechten Hand haben, dann haben wir zusammen sechzehn Erbsen in beiden Händen und derjenige, der uns gegenüber stehen und sagen würde: links hast du neun Erbsen und rechts hast du sieben Erbsen, würde gewiß auf den gleichen Summenwert kommen, vorausgesetzt natürlich, er könnte genauso gut zählen wie wir. Was ist der Unterschied zwischen einem "normalen" Menschen und einem Mathematiker? Wenn jemand oft genug Erbsen oder sonst irgendwelche Dinge in ihrer Anordnung vertauscht hat und jedes Mal feststellen konnte, dass sich hierbei die Gesamtzahl der beteiligten Dinge nicht geändert hat, sofern nichts weggenommen oder hinzugefügt wurde, dann glaubt er oder sie normalerweise, dass das auch beim nächsten Mal so sein wird. In der Mathematik ist man dagegen erst dann richtig zufrieden, wenn man bewiesen hat, dass etwas immer so sein muss. Dass der bloße Augenschein oftmals in die Irre führen kann, zeigt folgende Aufgabe: Gegeben sei ein Kreis. Auf der Kreislinie hat man eine gewisse Anzahl an Punkten, wobei alle Punkte paarweise miteinander durch eine Linie verbunden sind. In wieviele Teilflächen wird der Kreis zerlegt?
Die Vermutung liegt nahe, dass sich die Zahl der Teilflächen mit jedem neu dazu kommenden Kreispunkt verdoppelt, bei 4 Kreispunkten wären es dann 8 Teilflächen, bei 5 Kreispunkten 16 Teilflächen, u.s.w. Man kann sich leicht davon überzeugen, dass das vermeintlich entdeckte "Verdoppelungsgesetz" ab 6 Kreispunkten nicht mehr gültig ist. Man benötigt einen Kreis mit sechs Punkten auf der Kreislinie, die paarweise miteinander verbunden sind und dann heißt es einfach: Teilflächen zählen ... Oftmals ist es wesentlich schwieriger als in diesem Beispiel, einen Irrtum aufzudecken oder zu beweisen, dass etwas nicht richtig ist, was man zuvor nie angezweifelt hat. Zuweilen läuft der Irrtum aber auch genau in die andere Richtung. Man glaubt, ein ungültiges Gesetz muss unter allen Umständen falsch sein. Formulieren wir das in ℕ gültige Distributivgesetz einmal um und schreiben: k + (m·n) = (k+m)·(k+n), dann sieht man mit einem Gegenbeispiel, dass diese Gleichung im Allgemeinen unter Verwendung von natürlichen Zahlen und der in ℕ üblichen Addition bzw. Multiplikation zu einer falschen Aussage führt. 3 + (2·4) ǂ (3 + 2)·(3 + 4). Dies lässt sich mit Erbsen nachzählen:
Nimmt man anstatt der natürlichen Zahlen irgendwelche Mengen
gleichartiger Objekte und verwendet statt der Operation "+" die
Mengenoperation " Seien A und B zwei nichtleere Mengen gleichartiger Objekte. Dann heißt die Menge
A
die Vereinigungsmenge von A und B. Die Schreibweise "x
∈ X" bedeutet: "x ist ein Element der Menge A".
A heißt Schnittmenge von A und B. Für beliebige Mengen A, B und C gelten die beiden Distributivgesetze: A Venn-Diagramme veranschaulichen diese Gesetze. Fallbeispiel für A
Fallbeispiel für A
Zurück zu den natürlichen Zahlen. Es ist vielleicht nicht verwunderlich, dass die Beweise der in ℕ gültigen Gesetze auf dem Prozess des Zählens beruhen. Hierbei ist es wichtig zu wissen, dass man tatsächlich nicht alles beweisen kann. Man muss schließlich irgendwo anfangen. Auch die Mathematiker brauchen ein festes Fundament, auf dem sie aufbauen können. Ein nicht beweisbarer Grundsatz heißt in der Mathematik ein Axiom. Die fünf Axiome von Peano beispielsweise stellen im Grunde nichts anderes dar als eine Möglichkeit, den Prozess des Zählens mathematisch handhabbar mit so wenigen Begriffen wie möglich und widerspruchsfrei zu beschreiben. (Wer sich für die Beweise der Rechengesetze in ℕ interessiert, kann diese im Kapitel "Vollständige Induktion" nachlesen.) Die zwei auf ℕ existierenden Operationen "+" und "·" induzieren sofort die folgenden zwei Gleichungen (G1) und (G2):
Die Gleichung (G1) bedeutet, dass diejenige Zahl x gesucht ist, die zu m hinzuzuzählen ist, um n als Rechenergebnis zu erhalten. Wenn es
für (G1) irgendeine Lösung in
ℕ gibt, dann ist diese eindeutig bestimmt.
Denn nehmen wir einmal an, es gibt für die Gleichung m + x = n mit
beliebigen, aber fest gewählten natürlichen Zahlen m und n zwei voneinander verschiedene
Lösungen x und x*. Entsprechendes gilt für (G2):
Die Gleichung 6·x = 48 beispielsweise wird eindeutig gelöst durch x = 8
und es ist 8 ∈ ℕ. Gleichung (G1) wird dann zu einem Problem, sobald die Zahl n kleiner ist als m. Der Wunsch, (G1) auch für den Fall n < m lösen zu wollen, führt zur
Konstruktion der ganzen Zahlen; Die Aufgabe, die mit der Gleichung 7 + x = 3 beschrieben wird, ist für Menschen, die negative Zahlen bereits kennen, leicht zu verwechseln mit einer anderen Aufgabe, die so ähnlich aussieht. Die andere Aufgabe lautet: Welche (natürliche) Zahl ist von der Zahl 7 abzuziehen, damit 3 herauskommt? Die Antwort auf diese Frage kennt natürlich jeder: Es ist die Zahl 4. Mit der Gleichung 7 + x = 3 ist aber genau das gemeint, was da steht: Gesucht ist diejenige Zahl, die man zu 7 addieren muss, um die Zahl 3 zu erhalten und die Lösung dieser Aufgabe ist innerhalb der natürlichen Zahlen ℕ nicht zu haben. Was tun? Wenn jemand gerne eine komfortable Weltreise unternehmen möchte, aber das nötige Geld dazu nicht hat, dann hilft kein Jammern und kein Nachdenken, die große Fahrt kann nicht stattfinden. Die Mathematiker haben es da besser. Wenn es zum Beispiel darum geht, bestimmte Gleichungen lösen zu wollen, die innerhalb des bestehenden Rahmens nicht lösbar sind, dann verschafft man sich eben per Definition die passenden Lösungen und gibt diesen neuen Objekten einen gescheiten Namen. Das hört sich so genial einfach an, ist es aber leider nicht. Definieren lässt sich im Prinzip alles, was man will, nur muss danach überprüft werden, ob mindestens die folgenden Fragen sicher mit "Ja" beantwortet werden können. (Dies gilt im Übrigen nicht nur bei der Erweiterung einer Zahlenmenge wie in dem Fall, der hier gerade diskutiert wird, sondern generell dann, wenn es darum geht, etwas wirklich Neues zu definieren). 1. Ist die neue Regel oder der neue Begriff wohldefiniert? 2. Ist die Definition widerspruchsfrei? Erster Versuch: Wir kreieren die Menge aller Lösungen der
Gleichungen vom Typ G1 und nennen diese Menge "ℤ". Um in ℤ rechnen zu können, brauchen wir eine Addition "+": ℤ x ℤ → ℤ und eine Multiplikation "·": ℤ x ℤ → ℤ, in Worten ausgedrückt: wenn man irgendeine ganze Zahl mit irgendeiner anderen ganzen Zahl addiert bzw. multipliziert, muss das jeweilige Ergebnis immer eindeutig bestimmt und zudem eine ganze Zahl sein. Seien X und Y zwei nichtleere Mengen. Dann heißt die Menge X x Y = { (x; y): x ∈ X und y ∈ Y } kartesisches Produkt der Mengen X und Y. Eine Teilmenge R ⊂ X x Y heißt
Relation zwischen X und Y. Die Idee zur Definition der Addition auf ℤ lautet gemäß der eben hingeschriebenen (vorläufigen) Definition von ℤ so: Seien a und b ganze Zahlen, das heißt, a ist
(eindeutige) Lösung einer Gleichung m + x = n und Hierbei wird mit "+" der neue Summenoperator in ℤ und mit "+" der alte Summenoperator in ℕ bezeichnet. Nun ist es zwar so, dass zu jeder Gleichung m + x = n genau eine Lösung gehört (die repräsentiert werden kann durch das geordnete Paar (n; m) ∈ ℕxℕ); umgekehrt lassen sich jedoch zu jedem a ∈ ℤ unendlich viele Gleichungen der Form G1 finden mit der Eigenschaft, a als Lösung zu besitzen. Sei a ∈ ℤ Lösung der Gleichung m + x = n, dann ist (m + c) + x = (n + c) mit c ∈ ℕ irgendeine der anderen Gleichungen, die a auch als Lösung besitzen. Jede Zahl z ∈ ℤ wird hiernach unendlich oft durch bestimmte Gleichungen repräsentiert. Das lässt sich besser machen: Sei die Relation R ⊂ ℕ2xℕ2 wie folgt definiert: (n; m) R (n*; m*) ⇔def m + n* = n + m* Dann kann man zwei Dinge zeigen: a = b ⇔ (n; m) R (n*; m*). Dies führt zur endgültigen Definition der Menge ℤ. ℤ, die Menge der ganzen Zahlen, ist gleich der Menge der Äquivalenzklassen von ℕxℕ bezüglich der eben definierten Relation R. Kurz geschrieben:
Die Definition der Addition "+" lässt sich damit wie folgt formulieren: a + b =
[na, ma] + [nb, mb] =def
[na + nb, ma + mb] Hierbei stellt [n, m] diejenige Äquivalenzklasse dar, die durch (n; m) ∈ ℕxℕ repräsentiert wird. Die Addition "+" ist wohldefiniert. Beweis: Seien
also a = [na, ma] = [na*, ma*]
und b = [nb, mb] = [nb*, mb*]
zwei beliebige ganze Zahlen.
Nun gilt (ma + mb) + (na* + nb*) Also folgt (na* + nb*; ma* + mb*) R (na + nb; ma + mb) und damit s = s*. Zwei Fragen bleiben übrig: Was ist mit der Multiplikation in der neuen Menge ℤ ? Und wie lässt sich die Menge der natürlichen Zahlen "einbetten" in ℤ ? Beide Fragen hängen aufs Engste miteinander zusammen. Die Einbettung von ℕ in
ℤ gelingt dann, wenn wir zeigen können, dass
eine Teilmenge von
ℕxℕ/R
dieselbe Struktur besitzt wie ℕ. Dann
kann diese Teilmenge identifiziert werden mit
ℕ und wir können schreiben
Zunächst hat man mit f: ℕ → ℤ, definiert durch f(n) = [n, 0] für alle n ∈ ℕ eine injektive Abbildung von ℕ nach ℤ, das heißt, zu jeder natürlichen Zahl existiert eineindeutig eine Zahl aus ℤ. Dies ist gleichbedeutend mit der Aussage, dass es zu jedem Bild f(n) ∈ ℤ unter der Abbildung f nur ein einziges Urbild n ∈ ℕ gibt. Zweitens: für alle natürlichen Zahlen n und m gilt (L1) f(n + m) = f(n) + f(m). Das heißt vereinfacht gesprochen, "+" macht mit n, m ∈ ℕ genau das Gleiche wie "+" mit den zugeordneten f(n) und f(m) ∈ ℤ. Das aber bedeutet, dass die Struktur von ℕ und die Struktur von Imf ⊂ ℤ bezüglich der jeweiligen Addition tatsächlich die gleiche ist, wenn man noch beachtet, dass bezüglich "+" und bezüglich "+" dieselben Rechengesetze gelten. Mit Imf bezeichnet man hierbei die Bildmenge von f, genauer gesagt: Imf = { f(n): n ∈ ℕ } ⊂ ℤ Sei M eine nichtleere Menge und "▫": MxM → M eine Abbildung. Dann heißt (M,▫) eine algebraische Struktur. Seien (V,▫) und (Y,▪) zwei algebraische Strukturen. Ein injektiver Homomorphismus heißt Monomorphismus (Einbettung). Die eben definierte Abbildung f: ℕ
→ ℤ ist also ein Monomorphismus und
(ℕ,+) und (Imf,+) sind
isomorph. Wegen Imf ≅ ℕ schreibt man für die ganze Zahl [n, 0] auch weiterhin n, die ganze Zahl 0 = [0, 0] wird identifiziert mit der natürlichen Zahl 0, die ganzen Zahlen [0, m] heißen negativ und werden - wie gewohnt - abgekürzt mit (-m). Alle ganzen Zahlen [n, 0] mit n ∈ ℕ* heißen positiv. Die Menge aller positiven ganzen Zahlen wird mit ℤ+ bezeichnet. Unter Verwendung dieser Abkürzungen lässt sich die Lösung [n, m] der Gleichung x + m = n wie folgt schreiben: [n, m] = [n, 0] + [0, m] = n + (-m). Führt man ferner für "n + (-m)" abkürzend die Schreibweise "n − m" ein, so hat man [n, m] = n − m. Hieraus folgt für alle n ∈ ℕ insbesondere n − n = n + (-n) = [n, 0] + [0, n] = [0, 0] = 0. Wir haben oben nachgewiesen, dass ℕ ⊂ ℤ gilt im Hinblick auf die Addition; ℕ ⊂ ℤ können wir allerdings erst dann als vollständig bewiesen betrachten, wenn es uns gelingt, eine Multiplikation in ℤ so zu definieren, dass auch diesbezüglich alle Rechengesetze, die in ℕ gelten, auch in ℤ Gültigkeit besitzen und dass gilt: (L2) f(n·m) = f(n)·f(m) Dies klappt mit der folgenden Definition: [n, m]·[n*, m*] =def
[n·n* + m·m*, m·n* + n·m*] Diese Multiplikation ist wohldefiniert, kommutativ und assoziativ. Außerdem kann man zeigen, dass (L2) gilt. Die Menge der ganzen Zahlen ℤ lässt sich zusammenfassend wie folgt beschreiben: (i)+ a + (b
+ c) = (a + b) +
c für alle a, b, c
∈ ℤ. (i)* a ·(b·c) = (a·b)·c
für alle a, b, c ∈ ℤ. (v) a·(b + c) = (a·b) + (a·c) für alle a, b, c ∈ ℤ. Beweis: Regel (ii)+: Regel (ii)*: Es bleibt lediglich noch zu zeigen, dass Regel (iii)+ gilt. Sei
dazu a irgendeine ganze Zahl. Es lässt sich darüber hinaus zeigen, dass die in Regel (ii)+
mit 0 bezeichnete ganze Zahl und die in Regel
(ii)* mit 1 bezeichnete ganze Zahl eindeutig
bestimmt sind, das heißt, nur [0, 0] bzw. [1, 0] haben die in
(ii)+ bzw.
(ii)* beschriebenen Eigenschaften. Beweis: Die Menge der ganzen Zahlen ist bezüglich der in ℤ definierten Addition "+" aufgrund der Eigenschaften (i)+, (ii)+ und (iii)+ eine Gruppe. Wegen der Gültigkeit des Kommutativgesetzes (Regel (iv)+) ist ℤ sogar eine Abel'sche Gruppe. Das zu jedem a ∈ ℤ existierende a* mit a* + a = 0 ist eindeutig bestimmt und heißt das "zu a inverse Element". Das Inverse zu a wird üblicherweise mit (-a) bezeichnet. Aufgrund der Gültigkeit der Regeln (i)* und (iv)* ist ℤ bezüglich der Multiplikation "·" zudem eine Abel'sche Halbgruppe. Da erstens (ℤ,+) eine
Abel'sche Gruppe ist, Bis jetzt ist es gelungen, aus ℕ
die Menge ℤ so zu konstruieren,
dass ℕ als Teilmenge von
ℤ aufzufassen ist und dass die in
ℕ nicht lösbaren Gleichungen vom Typ G1 in ℤ
lösbar sind, und zwar auf eindeutige Weise.
Die ganzen Zahlen wurden im vorigen Abschnitt als Äquivalenzklassen einer passenden Relation auf ℕ2 definiert. Ganz entsprechend lässt sich die Menge der rationalen Zahlen (das ist - grob formuliert - die Menge aller Lösungen der in ℤ formulierten Gleichungen x·b = a) konstruieren mit Hilfe einer Relation auf ℤxℤ* mit ℤ* = ℤ \ { 0 }. Diese Relation ist definiert durch: (a; b) R (a*; b*) ⇔def a · b* = b · a* Dass diese Definition von der Form her ganz genauso gewählt wird wie die oben in Bezug auf die Relation R auf ℕ2, ist nicht überraschend, denn die Gleichungen vom Typ G2 haben dieselbe Form wie die Gleichungen vom Typ G1. Die Relation R ⊂ (ℤxℤ*)2 ist eine Äquivalenzrelation. Die beispielsweise durch (a;b) repräsentierte Äquivalenzklasse soll analog zu oben mit [a, b] bezeichnet werden. ℚ, die Menge der rationalen Zahlen, ist gleich der Menge der Äquivalenzklassen von ℤxℤ* bezüglich der eben definierten Relation R. Mit anderen Worten: Mit den folgenden Definitionen hat man in ℚ eine wohldefinierte Addition und eine wohldefinierte Multiplikation, beide Operationen sind kommutativ und assoziativ. [a, b] · [a*, b*] =def
[a·a*, b·b*] und Ganz so wie oben lässt sich ℤ in ℚ einbetten, und zwar mit Hilfe der injektiven Abbildung f: ℤ → ℚ, die durch f(a)
= [a, 1] für alle a ∈ definiert ist. Wegen Imf ≅ ℤ schreibt man für die rationale Zahl [a, 1] auch weiterhin "a", die rationale Zahl 0 = [0, 1] wird identifiziert mit 0 ∈ ℤ, bzw. mit 0 ∈ ℕ, entsprechend wird gesetzt 1 = [1, 1] = 1 = 1. [a, b] wird gewöhnlich in der bekannten Form a/b geschrieben. Oft schreibt man eine rationale Zahl als Dezimalbruch. Ein Beispiel: 2267/6250 = 3/10 + 6/100 + 2/1000 + 7/10000 + 2/100000 = 0,36272. Von den rationalen Zahlen r und s heißt r kleiner als
s (abkürzend geschrieben: r < s) genau dann, wenn s
− r durch einen Bruch m/n repräsentiert werden kann mit m, n ∈ ℕ*. Wenn r < 0 oder r = 0 gilt, dann schreibt man abkürzend: r
≤ 0. Es sei r ∈ ℚ mit r =[m, n] und m, n ∈ ℕ*. Dann lässt sich r in eindeutiger Weise in der Form r = m/n schreiben, wobei entweder n = 1 gilt oder n und m keinen gemeinsamen Teiler haben. Beweis: Bis jetzt wurde gezeigt, dass m und n, wie oben behauptet, existieren. Seien m, n ∈
ℕ*
mit r = m/n und m* und n* ∈
ℕ*
mit derselben Eigenschaft und Die Menge der rationalen Zahlen ℚ lässt sich zusammenfassend wie folgt beschreiben: (i)+ r
+ (s
+ t) = (r
+ s)
+ t für alle r, s, t
∈ ℚ. (i)* r
· (s · t) = (r
· s) ·
t für alle r, s, t ∈ ℚ. (v) r · (s + t) = (r · s) + (r · t) für alle r, s, t ∈ ℚ. (vi) 0 · r = 0 für alle r ∈ ℚ. Bemerkungen: Da erstens (ℚ,+)
eine Abel'sche Gruppe ist (Regeln (i)+ bis (iv)+), Im oben beschriebenen Sinne kann man abkürzend schreiben: Bemerkung: Die Möglichkeit, im nächsten Erweiterungsschritt die Menge der reellen Zahlen ℝ zu konstruieren, beruht ganz wesentlich auf der Tatsache, dass man die rationalen Zahlen anordnen kann. Für die Ordnungsrelation < gilt für alle r, s ∈ ℚ genau eine der folgenden Beziehungen: r < s, r = s, r > s Dieser Sachverhalt wird als Trichotomieeigenschaft der rationalen Zahlen bezeichnet. Ferner gilt für alle r, s, t ∈ ℚ:
r < s und s < t ⇒
r < t Beweis: (2)
Seien r, s, t ∈
ℚ mit r < s und s < t. Dann gilt nach Definition
0 <
s − r
und 0 < t
− s. (3) r + t <
s + t ist nach Definition
äquivalent mit (s +
t) − (r +
t) > 0. (4) Diese Aussage folgt sofort aus der Definition der Multiplikation in ℚ. Aufgrund der Trichotomieeigenschaft der rationalen Zahlen ist die folgende Definition möglich: Für alle r ∈ ℚ ist der Absolutbetrag von r (kurz abs(r) oder |r| geschrieben) erklärt durch
Sei ε irgendeine positive rationale Zahl, dann gilt für alle r ∈ ℚ: |r|
≥ 0 Beweis: Beweis der dritten Aussage: Es folgen für r, s, r*, s* ∈ ℚ einige Regeln für den Umgang mit Ungleichungen bzw. mit Beträgen:
Beweise: zu (1): zu (2): Dem Beweis von (3) liegt das Prinzip der
vollständigen Induktion zugrunde: Im Körper der rationalen Zahlen sind die Gleichungen
immer lösbar. Das bedeutet, dass sich stets eine (eindeutig bestimmte) rationale Zahl für die Unbekannte x finden lässt um (G1) bzw. (G2) zu einer wahren Aussage zu machen, egal wie die rationalen Zahlen r und s gewählt werden. Die einzige Einschränkung besteht darin, dass in der Gleichung (G2) der Faktor r nicht 0 sein darf. Mit den Schreibweisen x = s − r bzw. x = s : r wird verabredet, was unter der Subtraktion bzw. unter der Division innerhalb von ℚ verstanden werden soll. Was fehlt? Nun, die Gleichung
ist im Allgemeinen in ℚ nicht lösbar; es gibt also irrationale Zahlen. Beispielsweise ist die Quadratwurzel aus 2 (das ist die Lösung der Gleichung x2 = 2) keine rationale Zahl (Beweis siehe oben), obwohl man an der Existenz dieser Zahl vielleicht nicht zweifeln mag, wenn man sich beispielsweise mit dem Heron-Algorithmus beschäftigt hat. Dieser Algorithmus liefert mit einem willkürlich gewählten Startwert eine Zahlenfolge rationaler Zahlen, mit Hilfe derer man etwa die Quadratwurzel von 2 mit beliebig vorgegebener Genauigkeit bestimmen kann.
Man kann sich der Quadratwurzel aus 2 noch auf eine ganz andere Art nähern (nicht ganz so schnell, aber vielleicht auf gewissermaßen "natürlichere" Art):
Für die Näherungsbrüche x0 = 1, x1 = 1,4, x2 = 1,41, ... gilt xm ≤ xn ≤ xm + 1/10m für n > m, also insbesondere |xn − xm| ≤ 1/10k für alle m, n ≥ k, wobei die natürliche Zahl k beliebig gewählt werden kann. Diese Ungleichung wird (in allgemeinerer Form) wesentlich sein, wenn es darum geht, rationale Fundamentalfolgen (Cauchyfolgen) zu definieren, mit denen es gelingen wird, die Menge der reellen Zahlen zu konstruieren. Die Erweiterung der Zahlenmenge ℚ wird ganz anders vonstatten gehen müssen wie die Erweiterung von ℕ nach ℤ oder die Erweiterung von ℤ nach ℚ, denn die Struktur der Gleichung (G3) ist verschieden von der der Gleichungen (G1) und (G2). Zudem liegt natürlich die Frage nahe, ob sich alle irrationale Zahlen als Lösungen einer Gleichung vom Typ G3 darstellen lassen, oder ob es noch weitere irrationale Zahlen "anderer Art" gibt. Und - wenn ja - wie kann man sich sicher sein, dass man wirklich alle irrationalen Zahlen irgendwann einmal gefunden hat? Die Konstruktion der Menge der reellen Zahlen (das ist die Gesamtheit aller rationalen und irrationalen Zahlen) ist auf verschiedene Art möglich (mit Hilfe von Intervallschachtelungen, mit Hilfe von Dezimalbruchentwicklungen, mit Hilfe der Dedekind'schen Schnitte, mit Hilfe von Capellipaaren oder mit Hilfe von Cauchyfolgen). Der letztgenannte Weg soll nachstehend beschrieben werden. Unter Verwendung des in ℚ erklärten Absolutbetrages lässt sich zunächst der fundamentale Begriff der Cauchyfolge definieren: Sei M irgendeine Menge. Eine Funktion f:
ℕ → M
nennt man eine Folge. Eine Folge besteht nach vorstehender Definition immer aus unendlich vielen Folgengliedern. Manchmal unterscheidet man dagegen streng zwischen den Begriffen "unendliche Folge" und "endliche Folge". Da in diesem Kapitel aber nirgendwo endliche Folgen vorkommen, ist es zweckmäßig, einfach von "Folge" zu sprechen. Eine Zahlenfolge f: ℕ
→ ℚ heißt Cauchyfolge, falls Folgendes gilt: |f(m) − f(n)| < ε für alle m, n ≥ N Anschaulich bedeutet das, dass die Folgenglieder einer Cauchyfolge mit größer werdendem Folgenindex immer "näher zusammenrücken". Die Cauchyfolgen sind benannt nach dem französischen Mathematiker Augustin Louis Cauchy (1789 - 1857). Die Dezimalbruchentwicklung der Quadratwurzel aus 2 (siehe oben) ist so eine Cauchyfolge. Die Idee liegt nahe, die irrationale Quadratwurzel aus 2 mit eben solchen rationalen Cauchyfolgen zu repräsentieren, und nicht nur speziell die Quadratwurzel aus 2, sondern jede irrationale Zahl. Damit das funktioniert, müssen einige Fragen beantwortet werden: 1. Wann definieren zwei verschiedene Cauchyfolgen ein und dieselbe
irrationale Zahl? Die Antworten auf diese Fragen lassen sich nicht ganz einfach haben. Eine Folge rationaler Zahlen (an) heißt Nullfolge, falls zu jeder positiven Zahl ε ∈ ℚ ein N ∈ ℕ existiert, so dass gilt: |an| < ε für alle n ≥ N. Eine rationale Zahlenfolge (an) heißt konvergent, falls es eine Zahl a ∈ ℚ gibt, so dass (an − a) eine Nullfolge ist, das heißt: zu jeder positiven Zahl ε ∈ ℚ gibt es ein N ∈ ℕ, so dass |an − a)| < ε für alle n ≥ N. a heißt Grenzwert der Folge (an) und man schreibt abkürzend an → a (n → ∞). Eine Folge, die nicht konvergent ist, heißt divergent. Beispiele: Jede konvergente Folge rationaler Zahlen (an) ist eine Cauchyfolge. Beweis: Jede Cauchyfolge ist beschränkt, das heißt: es gibt für jede Cauchyfolge (an) ein rmax ∈ ℚ, so dass |an| ≤ rmax für alle n ∈ ℕ. Beweis: Auf FC (Menge aller Cauchyfolgen) lassen sich eine Addition und eine Multiplikation
wie folgt definieren: Diese Definition macht nur dann Sinn, wenn wir zeigen können, dass die Summe, bzw. das Produkt zweier Cauchyfolgen immer wieder eine Cauchyfolge ergeben. Beweis: Die Verknüpfungen "+" und "·" in FC sind
wegen der Rechengesetze in ℚ selbstverständlich
assoziativ, kommutativ und es gilt das Distributivgesetz. Wenn (an) eine Cauchyfolge ist, dann tritt genau einer der folgenden drei Fälle ein:
Beweis: Sei nun die Relation R~ ⊂ FCxFC wie folgt definiert: (an) R~ (bn) ⇔def (an − bn) ist eine Nullfolge. R~ ist eine Äquivalenzrelation auf FC
und mit (an) R~ (bn) und (a*n)
R~ (b*n) gilt auch Seien (an) und (bn) zwei
Cauchyfolgen, die keine Nullfolgen sind.
Ferner sei an ǂ 0 und
bn ǂ 0 für
alle n
∈
ℕ. Beweis: Nunmehr kann die Menge der reellen Zahlen definiert werden, samt aller benötigten Rechenoperationen in dieser Zahlenmenge (Cantorkonstruktion von ℝ) ℝ, die Menge der reellen Zahlen, ist gleich der Menge der Äquivalenzklassen von FC bezüglich der eben definierten Relation R~. Mit anderen Worten: ℝ = FC/R~ Die rationalen Zahlen lassen sich repräsentieren durch alle konstanten Cauchyfolgen. In diesem Sinne gilt: ℚ ⊂ ℝ. Da sich die möglichen Typen von Cauchyfolgen ("Nullfolge", "Positivfolge", "Negativfolge") gegenseitig ausschließen, ist die folgende Definition möglich. Sei eine reelle Zahl x repräsentiert durch eine Cauchyfolge (an)
∈
FC, kürzer ausgedrückt: x = [an] ∈ ℝ.
Sei x und y ∈ ℝ mit x = [an] und
y = [bn]. Dann definiert man
Durch diese Definitionen behalten die Rechengesetze, die in
FC gelten, auch in
ℝ ihre Gültigkeit. (I)+ x + (y + z) = (x + y) + z für
alle x, y, z ∈ ℝ. (I)* x·(y·z) = (x·y)·z für alle x, y,
z ∈ ℝ. (V) x·(y + z) = (x·y) + (x·z) für alle x, y, z ∈ ℝ. (VI) 0·x = 0 für alle x ∈ ℝ. Es sind die gleichen Gesetze wie die, die in ℚ gelten! 0 ist das neutrale Element von (ℝ,+) und heißt Nullelement von ℝ. Die folgenden Rechenregeln für reelle Zahlen ergeben sich allein aus den Körpereigenschaften von ℝ:
Beweis von (1): Hieraus folgt sofort Regel (2), denn es gilt für alle x, y ∈ ℝ: (−0) = (−1)·0 = 0·(−1) = 0, also gilt Regel (3). (−1)·(−1) = (−(−1)) = 1 (−(−x)) = (−1)·(−x) = (−1)·((−1)·x) = ((−1)·(−1))·x = 1·x = x für alle x ∈ ℝ.
Das Produkt zweier positiver reeller Zahlen ergibt eine positive reelle Zahl. Beweis: Sei zunächst x > 0 und y > 0. Sind x und y beide negativ, so ist dies gleichbedeutend damit, dass (−x) und
(−y) positiv sind. Ist x > 0 und y < 0, so gilt (−y) > 0 und dann ist x·(−y) positiv. Seien x und y reelle Zahlen mit y ǂ 0. Dann
heißt xy-1 Quotient von x und y
und wird mit x/y bezeichnet. Sei x ∈ ℝ und n ∈ ℕ. Dann soll gelten:
x0 =def 1 Ferner wird definiert: x−n =def 1/xn Mit den folgenden Definitionen ist es möglich, die reellen Zahlen anzuordnen: Seien x und y reelle Zahlen mit x ǂ y. Dann soll gelten:
x < y ⇔def x − y <
0 Für die Ordnungsrelation < gilt somit für alle x, y ∈ ℝ genau eine der folgenden Beziehungen: x < y, x = y, y < x Dieser Sachverhalt wird als Trichotomieeigenschaft der reellen Zahlen bezeichnet. Ferner gilt für alle x, y, z ∈ ℝ:
x < y und y < z ⇒
x < z Beweis der ersten Aussage:
Beweis der zweiten Aussage: Für die Ordnungsrelation < auf ℝ gelten die
gleichen Regeln, die oben bereits für ℚ notiert worden sind.
Die Betragsfunktion abs: x ↦ |x| gestattet es, auf ℝ eine Metrik zu definieren: Sei M irgendeine Menge. d(x,y) = 0
⇔ x = y Eine Menge mit einer Metrik (M, d) heißt metrischer Raum. d(x,y) nennt man gewöhnlich den Abstand der Punkte x
und y. ℚ und ℝ werden mit d(x,y) =def |y −
x| zu metrischen Räumen. Sei auf einem Körper (K,+,·) eine Ordnungsrelation < definiert, dann heißt (K,+,·) genau dann archimedisch angeordnet, wenn zu jedem x ∈ K eine natürliche Zahl n ∈ ℕ existiert mit n > x. Sowohl ℚ als auch ℝ sind archimedisch angeordnete Körper. Beweis: Für negative x gilt x < 0 < 1. Sei x nun eine positive reelle Zahl. Innerhalb der Menge der reellen Zahlen gelten folgende Regeln: x < y und 0 < z ⇒
xz < yz Beweis der ersten Regel: Beweis der zweiten Regel: Beweis der dritten Regel: Zu jeder positiven Zahl ε gibt es eine natürliche Zahl N, so dass Folgendes gilt: 1/n < ε für alle n ∈ ℕ mit n > N Beweis: Die Motivation zur Konstruktion der reellen Zahlen zu Beginn dieses Abschnitts war die Feststellung, dass es im Allgemeinen nicht möglich ist, Gleichungen vom Typ G3, nämlich xn = r mit r ∈ ℚ+ und n ∈ ℕ innerhalb der Menge der rationalen Zahlen zu lösen. Es sei nun r ∈ ℚ+ und p
eine von 0 verschiedene natürliche Zahl. Beweis:
Hierbei ist d0 eine nichtnegative ganze Zahl
und dk sind natürliche Zahlen mit 0 ≤ dk ≤ 9 Beispiel: r = 7; p = 2:
Es gilt |xn − xm|
≤ 1/10k
für alle m, n ≥ k, wobei die positive
natürliche Zahl k beliebig vorgegeben werden kann. Also ist die Folge (xn) eine Cauchyfolge und es gilt x = [xn]
∈ ℝ. Merkwürdig: In ℚ und in ℝ gelten die gleichen Rechenregeln (sowohl (ℚ,+,·) als auch (ℝ,+,·) sind Körper). Beide Körper sind angeordnet durch Ordnungsrelationen < mit gleichen Eigenschaften. Sowohl die Menge der rationalen Zahlen als auch die Menge der reellen Zahlen sind metrische Räume mit der gleichen Metrik. Beide Zahlenmengen umfassen unendlich viele Elemente. Wieso sind Gleichungen vom Typ G3, also xn = r mit n ∈ ℕ* und r ∈ ℚ+, in ℚ im Allgemeinen nicht lösbar, aber in ℝ immer? Irgendetwas muss in ℝ grundsätzlich anders sein als in ℚ. Aber was? Die Antwort lautet: ℝ ist im Gegensatz zu ℚ vollständig und die Elemente von ℝ lassen sich nicht zählen. Eine Menge M heißt genau dann abzählbar, wenn man die Elemente von M als Folge schreiben kann. Nach dieser Definition ist natürlich jede endliche Menge und jede Teilmenge der Menge der natürlichen Zahlen abzählbar. Überraschend ist der folgende Satz: Die Menge aller rationalen Zahlen ℚ ist abzählbar. Beweis:
Dieses Diagonalverfahren wurde von Georg Cantor (1845 - 1918) erfunden. Die Menge aller reellen Zahlen ℝ ist nicht abzählbar. Beweis: xn = dn1·10-1, dn1·10-1 + dn2·10-2, dn1·10-1 + dn2·10-2 + dn3·10-3, ... In kompakter Schreibweise:
Hierbei sind dnk natürliche Zahlen mit 0
≤ dnk
≤ 9 für alle k = 1, 2, ..., m. 0, dn1dn2dn3dn4.... Somit kann man die Folge (xn) in der folgenden Form aufschreiben:
Sei nun die reelle Zahl ξ ∈ [0, 1] durch die Dezimalbruchentwicklung ξ = 0, dξ1dξ2dξ3dξ4....
definiert durch dξi ǂ 0, dξi
ǂ 9 und dξi
ǂ dii für alle i = 1, 2, 3, ... In ℚ gibt es Cauchyfolgen, die nicht
konvergent sind, das heißt, die keinen rationalen Grenzwert besitzen.
Zunächst lassen sich die Definitionen der Begriffe "Cauchyfolge" und "Nullfolge" für rationale Zahlenfolgen mit bestimmten Eigenschaften problemlos auf reelle Zahlenfolgen übertragen: Eine Folge reeller Zahlen (xn) heißt Cauchyfolge, falls Folgendes gilt: |xm − xn)| < ε für alle m, n ≥ N Eine Folge reeller Zahlen (xn) heißt konvergent, falls es eine Zahl x ∈ ℝ gibt, so dass (xn − x) eine Nullfolge ist, das heißt: zu jeder positiven Zahl ε ∈ ℝ gibt es ein N ∈ ℕ, so dass |xn − x)| < ε für alle n ≥ N. x heißt Grenzwert der Folge (xn) und man schreibt abkürzend xn → x (n → ∞). Der Grenzwert einer konvergenten Zahlenfolge ist stets eindeutig bestimmt. Beweis: Zwei Beispiele konvergenter Zahlenfolgen: Eine konvergente Folge (xn) ist immer beschränkt, das heißt xn → x (n → ∞) ⇒ ∃s > 0: |xn| ≤ s für alle n ∈ ℕ. Beweis: Seien (xn) und (yn) zwei konvergente Zahlenfolgen mit xn
→ x und yn
→ y (n
→ ∞). (xn + yn)
→ x + y (n
→ ∞) Falls xn ǂ 0 für alle n ∈ ℕ und x ǂ 0, so ist auch die Folge (1/xn) konvergent und es gilt (1/xn) → 1/x (n → ∞). Beweis der ersten Aussage: Beweis der dritten Aussage: Zu jeder reellen Zahl x gibt es eine rationale Zahlenfolge (rn) mit rn → x (n → ∞). Beweis: Aus diesem Satz folgt, daß jede irrationale Zahl beliebig genau durch eine rationale Zahl angenähert werden kann. Eine reelle Zahlenfolge (xn) ist genau dann
konvergent, wenn sie eine Cauchyfolge ist. Beweis: "⇐":
Sei (xn) eine (reelle) Cauchyfolge. Nun gilt Sei rm* ∈ ℝ gegeben durch die konstante rationale Zahlenfolge
rm, rm, rm, ....,
kurz geschrieben:
Unter Verwendung der Dreiecksungleichung in ℝ folgt hiermit Ein metrischer Raum (M, d) heißt vollständig, wenn es zu jeder Cauchyfolge (xn) in M ein x ∈ M gibt, so dass (xn) gegen x konvergiert. ℝ ist also ein vollständiger metrischer Raum. Eine weitere fundamentale Eigenschaft der reellen Zahlen wird durch den
Satz von Bolzano und Weierstrass
beschrieben: Jede beschränkte unendliche reelle Zahlenfolge enthält
mindestens eine konvergente Teilfolge. Beweis: Auf analoge Weise hat man wegen ak+i
≤ bk für jedes k
∈
ℕ und i = 0, 1, 2, ... auch a
≤ bk für jedes k
∈
ℕ. Mit diesem Satz lässt sich nachweisen, dass monoton steigende Folgen, die nach oben beschränkt sind bzw. monoton fallende Folgen, die nach unten beschränkt sind, immer konvergent sind. Eine unendliche Folge reeller Zahlen (xn)
heißt monoton steigend, wenn xn
≤ xn+1 für alle n ∈ ℕ gilt. Jede monoton steigende und nach oben beschränkte reelle Zahlenfolge ist konvergent. Beweis: Analog zeigt man, dass jede monoton fallende und nach unten beschränkte reelle Zahlenfolge konvergent ist. Die Eigenschaft der Menge der reellen Zahlen, vollständig zu sein, ist anschaulich vielleicht am besten zu begreifen, wenn man sich klarmacht, dass man mit beliebigen Intervallschachtelungen innerhalb von ℝ immer jeweils eine reelle Zahl findet. ℝ hat keinerlei Lücken! Sei (K,+,·,<) ein angeordneter Körper und a, b ∈ K mit a < b. Dann heißt [a,b] =def { x: x ∈ K und a ≤ x ≤ b } abgeschlossenes Intervall. Sei (K,+,·,<) ein angeordneter
Körper.
an < bn für alle n
∈ ℕ, Gilt für ein p ∈ K an ≤ p ≤ bn für alle n ∈ ℕ, dann heißt p innerer Punkt der Intervallschachtelung. Jede Intervallschachtelung besitzt höchstens einen inneren Punkt. Beweis: Jede Intervallschachtelung in ℝ besitzt genau einen inneren Punkt. Beweis: Angenommen, es gibt
zwei natürliche Zahlen k, l ∈ ℕ mit ak
> bl, das heißt ak − bl > 0. Angenommen, es gibt zwei natürliche Zahlen k, l ∈ ℕ
mit ak = bl. Die monoton wachsende Folge (an) ist nach oben beschränkt,
also konvergent. Auf analoge Art folgt, dass (bn) als monoton fallende und nach unten beschränkte Folge konvergent und dass der Grenzwert b dieser Folge ein innerer Punkt der Intervallschachtelung sein muss. Da die Intervallschachtelung ([an,bn]) aber nur höchstens einen inneren Punkt besitzt, gilt a = b. Eine Intervallschachtelung in ℝ ohne einen inneren Punkt kann es nach vorstehender Argumentation nicht geben. Die Tatsache, dass jede Intervallschachtelung in
ℝ
genau einen inneren Punkt besitzt, lässt sich auch anders
formulieren, und zwar mit Hilfe des Begriffs des Dedekind'schen Schnitts: Seien Mu und Mo zwei nichtleere Teilmengen von ℝ mit folgenden Eigenschaften: Mu Dann heißt (Mu, Mo) Dedekind'scher Schnitt. Mu heißt Untermenge, Mo Obermenge des Schnittes. Zu jedem Dedekind'schen Schnitt (Mu, Mo) gibt es genau eine reelle Zahl s mit Mu ≤ s ≤ Mo Beweis: Die Zahlengerade ist ein anschauliches Hilfsmittel, um die Menge der reellen Zahlen zeichnerisch darzustellen. Zu jedem Punkt P auf der Zahlengerade gehört genau eine reelle Zahl x und umgekehrt. Auf jedem Abschnitt der Zahlengerade befinden sich überabzählbar unendlich viele Punkte, so wie es in jedem Teilintervall von ℝ überabzählbar unendlich viele reelle Zahlen gibt.
Die Menge der komplexen Zahlen
Die Gleichung
ist in ℝ nicht lösbar, wenn a < 0. Eine reelle Quadratzahl ist stets positiv! In der Menge der komplexen Zahlen dagegen ist die Gleichung (G4) sehr wohl lösbar. ℂ, die Menge der komplexen Zahlen, ist definiert durch ℂ =def ℝxℝ = { (a;b): a ∈ ℝ und b ∈ ℝ}. Mit (a; b) + (c; d) =def (a + c; b + d)
und kann man in ℂ addieren und multiplizieren, und zwar automatisch auf wohldefinierte Weise, da die vorstehenden Definitionen auf der wohldefinierten Addition bzw. der Multiplikation in ℝ beruhen. Mit 0 =def (0; 0) als Nullelement und 1 =def (1; 0) als Einselement ist (ℂ,+,·) ein Körper. Man kann leicht nachrechnen, dass die komplexe Zahl
das inverse Element zu (a; b) ∈ ℂ \ {(0; 0)} ist. Mit f: ℝ → ℂ, definiert durch f(a) = (a; 0) für alle a ∈ ℝ lässt sich ℝ mit Imf ⊂ ℂ identifizieren, so dass wir in diesem Sinne nunmehr insgesamt notieren können: ℕ ⊂ ℤ ⊂ ℚ ⊂ ℝ ⊂ ℂ. Mit Hilfe der speziellen komplexen Zahl (0; 1), die man
imaginäre Einheit nennt und mit i bezeichnet, gelingt es, alle Zahlen (a;
b) ∈ ℂ so hinzuschreiben, dass man bequem
mit ihnen rechnen kann. (a; b) = a + bi. Wegen i2 = (0; 1)(0; 1) = (−1; 0) ist i ist nichts anderes als die Lösung der Gleichung x2 = −1. Anders ausgedrückt:
Sei z = (a; b) ∈ ℂ eine beliebige komplexe
Zahl. Dann heißt a Realteil von z und b heißt
Imaginärteil von z. Die Definition der Operationen "+" und "·" auf ℂ ist gerade so gemacht worden, dass man mit komplexen Zahlen genau so rechnen kann wie mit reellen Zahlen: Seien z1 = a + bi und z2 = c +
di zwei beliebige komplexe Zahlen. z1 + z2 = (a + bi) + (c + di) z1 · z2 = (a + bi) · (c + di) Wenn die Lösung der Gleichung x·z2= z1 mit z2
ǂ 0 wie gewohnt in der Form z1/z2
geschrieben wird, Man prüft dies leicht nach, denn es gilt tatsächlich nach Definition ((ac + bd)/(c2 + d2); (bc − ad)/(c2 + d2))·(c; d) = (a; b). Seien z1 und z2 zwei beliebige komplexe Zahlen, dann gilt (z1 +
z2)* =
z1* +
z2* Die letzte dieser drei Gleichungen gilt selbstverständlich nur dann, wenn z2 von 0 + 0·i verschieden ist. Sei z = (a; b) ∈ ℂ eine beliebige komplexe Zahl. Dann heißt z·z* die Norm von z, abgekürzt mit ∥z∥. Für die Norm einer komplexen Zahl z = a + b·i gilt ∥z∥ = a2 + b2. Wenn man sich die komplexen Zahlen durch Punkte in der Gauß'schen Zahlenebene veranschaulicht, dann ist die Norm einer komplexen Zahl z gleich dem Quadrat des Abstandes derjenigen Punkte, die z beziehungsweise (0; 0) repräsentieren.
Für alle z1, z2 ∈ ℂ gilt: ∥z1 + z2∥
≤
∥z1∥ + ∥z2∥ Die erste dieser beiden Aussagen ist die sogenannte Dreiecksungleichung in ℂ. Das gleiche Prinzip, welches zur Konstruktion der Zahlensysteme wesentlich benutzt wurde (die Formulierung einer neuen Menge von Zahlen mit der Möglichkeit, die zuvor bekannten und bereits vertrauten Zahlenmengen in die neu konstruierte Menge einzubetten) wird - falls irgend möglich - auch bei der Konstruktion anderer Systeme verwendet. Ein Beispiel ist die Konstruktion von Theorien (hier verstanden als Mengen von Aussagen, die anhand empirischer Untersuchungen nachprüfbar sind). Die klassische Mechanik beispielsweise (eine physikalische Theorie, die die Bewegungen von Körpern und die gegenseitige Wechselwirkung von Körpern vollständig beschreiben sollte und in vollendeter Form vor allem von Isaac Newton gegen Ende des 17. Jahrhunderts formuliert wurde), stellte sich im Laufe der Zeit als unzureichend heraus. Dies soll heißen, dass Fragen aufgetaucht sind, die sich mit der Newton'schen Theorie nicht lösen ließen. Werner Heisenberg und andere nahmen dies Anfang des letzten Jahrhunderts zum Anlass, eine neue Theorie zu entwickeln (die Quantenmechanik), welche
Die klassische Mechanik ist damit eingebettet worden in die neue Theorie der Quantenmechanik. Sie ist durch die neue Theorie nicht falsch geworden, sondern man hat erkannt, dass sie nur unter gewissen Randbedingungen gültig ist. Ganz Entsprechendes gilt etwa für die Weiterentwicklung technischer Systeme, etwa für die Verbesserung von Maschinen oder von Softwarepaketen. Das Einbettungsprinzip fordert von dem Softwarehersteller eines Programms TOLL.03, dass z.B. alle mit Hilfe dieses Programms erstellten Dateien unter der neuen Version TOLL.04 weiter verwendet werden können. Die Probleme, die sich durch diese Forderung in der Praxis ergeben, sind ziemlich verzwickt und sehr viel komplexer als diejenigen, die bei der Entwicklung der Zahlensysteme zu lösen waren. Das bekommen die Anwender solcher Programme TOLL.xxx immer wieder leidvoll zu spüren, wenn sich bei der Verwendung verschiedener Versionen des gleichen Programms Inkompatibilitäten einstellen. Außer dem Einbettungsprinzip gibt es in diesem Zusammenhang noch etwas von zentraler Bedeutung: Die Fortentwicklung (irgendwelcher) Systeme gelingt nur dann fehlerfrei (das heißt zum Beispiel: widerspruchsfrei bei der Entwicklung logischer oder mathematischer Systeme oder: absturzsicher bei der Entwicklung von Computersystemen), wenn ein wohldefinierter und damit gut durchdachter Anfang gesetzt wurde. Der Anfang der betrachteten Kette von Zahlenmengen ℕ ⊂ ℤ ⊂ ℚ ⊂ ℝ ⊂ ℂ ... stellt die Menge der natürlichen Zahlen dar, deren Gesetze zu Anfang schlicht vorausgesetzt wurden. Merkwürdigerweise spiegelt der Anfang dieser Systemkette, also ℕ, in seiner Struktur das wider, was für die Systemkette als Ganzes wichtig war: 1. Anfang setzen Literatur- und Quellenangaben: Zobel, Robert: |
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