dh-Materialien
Kleines Mathe-Lexikon
 

Normalenvektor

definiert in: Vektor/ Ortsvektoren

Mit Hilfe des Skalarproduktes kann man eine Ebene E parameterfrei durch eine Normalengleichung beschreiben: Hat man einen auf der Ebene E senkrecht stehenden Vektor n, so gilt für alle Punkte X auf E:

(x − p)•n = 0.

n steht immer senkrecht auf (x - p)

n heißt Normalenvektor der Ebene E. Benutzt man speziellerweise einen normierten Normalenvektor n0, dann gilt definitionsgemäß |n0| = 1 und

 (x − p)•n0 = 0

heißt Hesse’sche Normalenform.

Aus einer Normalengleichung  (x − p)•n = 0  folgt

n1·x1 + n2·x2 + n3·x3 = d

mit d = p1n1 + p2n2 + p3n3 (→ Beweis).

Umgekehrt gilt: Die Koordinatengleichung a·x1 + b·x2 + c·x3 = d  mit a, b, c, d ∈∈ ℝ beschreibt immer eine Ebene und der Vektor mit den Koordinaten a, b und c ist ein Normalenvektor der Ebene (→ Beweis).

Ist (x − p)•n0 = 0 die zu einer Ebene E gehörende Hesse'sche Normalenform und R(r1|r2|r3) irgendein Punkt, dann gilt für die Länge des Lotes von R auf E  d = |(r − p)•n0|  (→ Beweis). d heißt Abstand des Punktes R von der Ebene E.

→ Addition auf ℙ   → S-Multiplikation   → Index