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Kleines Mathe-Lexikon
 

Potenzmenge

definiert in: Menge/ Zermelo-Fraenkel’sches Axiomensystem

Nach dem Potenzmengenaxiom gibt es zu jeder Menge m eine Menge, die alle Teilmengen von m enthält:

∀m ∃pm ∀e (e ⊆ m ⇀ e ∈∈ pm)

Gemäß des Aussonderungsaxioms lässt sich dann aus pm eine (nach dem Extensionalitätsaxiom eindeutige) Menge bilden, die nur die Teilmengen von m enthält:

℘(m) =def { e ∈∈ pm | e ⊆ m }.

℘(m) heißt Potenzmenge von m.

Da Ø keine Elemente hat, gilt Ø ⊆ m bzw. Ø ∈∈ ℘(m) für jede Menge m.

Zu jeder Menge m gibt es genau eine Potenzmenge ℘(m). Deshalb kann man den Ausdruck „℘(m)“ auf zweierlei Art interpretieren: einerseits kann „℘(m)“ als Bezeichnung der Menge { e ∈∈ pm | e ⊆ m } gesehen werden, andererseits kann man „℘“ als Operator betrachten und „℘(m)“ als Bild unter der Potenzmengenoperation, die eine existierende Menge m auf ihre Potenzmenge abbildet.

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