dh-Materialien
Kleines Mathe-Lexikon
 

Peano-Struktur

definiert in: Menge/ vonNeumann’sche Zahlen

In der Sprache der Mengenlehre lauten Peano’s Axiome wie folgt:

(I)*   w ǂ Ø
(II)*  ∃σ (σ: w inj→ w)
(III)* ∃! o ∈∈ w (o ∉∉ rng(σ))  
(IV)* ∀t⊆w (o∈∈t ˄ ∀x∈∈t (σ(x) ∈∈ t) ⇀ t = w)

o heißt Nullmenge, σ wird Nachfolgerfunktion genannt. Sind die Axiome (I)* bis (IV)* gültig, dann sagt man kurz: „(w,σ,o) ist eine Peano-Struktur“.

Je zwei Peano-Strukturen sind isomorph zueinander (→ Beweis). Das bedeutet, dass ℕ, die Menge aller „gewöhnlichen“ natürlichen Zahlen, ω, die Menge aller vonNeumann’schen Zahlen oder jede andere Menge, welche den Axiomen (I)* bis (IV)* genügt, dieselbe algebraische Struktur besitzen. Anders ausgedrückt: Die den Peano’schen Axiomen genügende Struktur ist bis auf Isomorphie eindeutig bestimmt. Das Peano’sche Axiomensystem ist also monomorph (oder kategorisch).

→ ω   → Nachfolgerzahl   → Relation   → Symbole   → Index